Dienstag, 11. Dezember 2007

Mitarbeiterbeschuldigung

Ich muss noch einmal auf die Geschichte mit dem Feuerteufel zurückkommen. Ich hatte zwar nicht erwartet, dass das für seine Majestät König Autistiko II. nicht ohne blödes Geschwafel erledigt ist, aber was seit einigen Tagen hier abläuft entbehrt benahe jeder Grundlage.

Die Brandbeschleunigende Zone seine Majestät König Autistiko II. ist seit dem kleinen Feuerchen auch als Brandermittler unterwegs. Und das geht dann in etwa so: Jeder Mitarbeiter wird durch seine Majestät König Autistiko II. einer Befragung unter vier Augen unterzogen. Getreu der Guantanamo-Devise wird selbstverständlich konsequent nicht nach sachdienlichen Hinweisen rund um die Entstehung des Brandes gefragt, sondern pauschal jeder Mitarbeiter unter Verdacht gestellt - soll der doch erst mal beweisen, dass er das Feuer nicht gelegt hat. Dabei bedient sich seine Majestät König Autistiko II. auch ganz billigen Tricks wie dem bloßen Besitz eines Feuerzeuges. Allein das macht jemanden in den Augen seiner Majestät König Autistiko II. zu einem Hauptverdächtigen. Von der Befragung werden Mitarbeiter, die zum Zeitpunkt des Brandes oder einige Tage davor gar nicht anwesend waren, auch nicht von der Teilnahme am Guantanamo-Schuld-Lotto befreit.

Wirklich blöd an der inquisitional geführten Befragung, äh Beschuldigung ist jedoch die Tatsache, dass sich die überwiegende Mehrheit der Belegschaft dazu aufgefordert fühlt, in tiefer Demut und überzogener Devotion die eigene Unschuld beteuern zu müssen. Liebe Kollegen, so wird das nie etwas! Nur mal so zur Information: Wenn jemand offenkundig nicht an einer objektiven Analyse eines Problems interessiert ist und stattdessen die Schuldfrage mittels Beweislastumkehr klären will, dann haben wir, rein juristisch betrachtet, schon fast den Straftatbestand der Üblen Nachrede erfüllt. Anyway ... was hat seine Majestät König Autistiko II. eigentlich kurz vor dem Brand gemacht?

So, ich warte jetzt darauf, das die merkbefreite Zone seine Majestät König Autistiko II. mich aufruft. Ich glaube das wird ein nettes Plauderstündchen, wenn ich meinen Anwalt direkt mit einer Telefonkonferenz zuschalte ;-)

Ach so, die Anschaffung einer Rauchmelder, auch in Kombination mit einer automatischen Notrufbenachrichtigung, hätte einen Bruchteil der Kosten für die Sanierung des Brandschadens gekostet.

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4 Kommentare:

Am/um Dienstag, Dezember 11, 2007 11:11:00 vorm. , Anonymous noch ein Markus meinte...

faszinierend, immer wieder faszinierend ...
:)
und sehr unterhaltsam !

 
Am/um Dienstag, Dezember 11, 2007 11:13:00 vorm. , Anonymous Anonym meinte...

Tja...aber den Brandschaden zahlt die Versicherung, und die Rauchmelder hätte SMKAII vermutlich selbst zahlen müssen.

 
Am/um Dienstag, Dezember 11, 2007 1:33:00 nachm. , Anonymous Der Fab meinte...

Ich les ja schon seit fast dem Anfang mit. Ich kann das echt nicht glauben, das es soclhe Menschen gibt.
Und vor allem, dass das Unternehmen noch läuft. Selbst wenn ihr fast eine Monopol-Stellung habt, so würde ich mir als Kunde schnell einen anderen Anbieter suchen, auch wenn der ein wenig teurer o.ä. ist.

Aber bitte kündige da nicht, ich will weiterhin diese genialen Stories lesen! :)

 
Am/um Dienstag, Dezember 11, 2007 7:05:00 nachm. , Blogger The Renitenz meinte...

Es ist wie bei fast allem im Leben: Beim Geldbeutel hört der Patriotismus auf. Und selbst wenn der geneigte Leser wüsste, um welche Produkte es sich handelt, so würde es nichts bringen. Das hat schon mit dem Schwarz-Buch nicht funktioniert ;-)

 

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