Mittwoch, 13. Juni 2007

Feindbild

Der natürliche Feind seiner Majestät König Autistiko II. ist die Entscheidung. Dabei handelt es sich aber nicht einfach nur um einen Feind im Sinne des renitenten Nachbarn, der seine Chemietoilette im eigenen Vorgarten entleert oder die lebensbejahende Mutter, die mit Ehemann und den beiden Schietbütteln mit knapp 200 Sachen pro Stunde über die Autobahn fliegt und sich dabei notorisch mit dem Sicherheitsabstand verschätzt, sondern vielmehr um eine Konstellation, die der dem Teufel und dem Weihwasser beängstigend sehr ähnlich ist.

Prinzipiell könnte sich seine Majestät König Autistiko II. ausnahmslos immer das Ausüben aller zur Verfügung stehender Optionen leisten, aber dazu ist er wiederum zu geizig. Also überstürzt er nichts und entscheidet sich am liebsten gar nicht.

Bis zu einem bestimmten Grad mag das OK sein. Es gibt aber durchaus einige wenige Momente im Leben, bei denen man sich entscheiden muss. So zum Beispiel Papiersparen oder Papiersparen. Lustig wird es allenfalls dann, wenn seine Majestät König Autistiko II. eine halbe Stunde im Auto sitzt und überlegt, welchen der beiden Parkplätze vor dem Firmengebäude er nutzen sollte. Auch die verbalen Reflexe seiner Majestät König Autistiko II. haben uns schon häufiger den einen oder anderen Lacher beschert, als die Tatsache, dass das Licht in einem Raum aus war, durch Adverbien wie "kalt", "warm" oder "feucht" umschrieben wurde - nicht lachen, ist alles schon passiert!

Wenn seine Majestät König Autistiko II. dann doch mal eine Entscheidung treffen muss, dann wird vorab erst mal ordentlich in der Belegschaft ausgeteilt. Irgendjemand muss ja schließlich die Schuld haben, dass sich seine Majestät König Autistiko II. entscheiden musste. Per Saldo fällt seine Majestät König Autistiko II. eine Entscheidung grundsätzlich nur dann, wenn er mit dem Arsch an der Wand steht - und dazu bedarf es immer eines gewaltigen Aufwandes.

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3 Kommentare:

Am/um Donnerstag, Juni 14, 2007 10:40:00 vorm. , Anonymous pizzablog meinte...

LOL, Dein Chef braucht eine halbe Stunde, um sich für einen Parkplatz zu entscheiden?

Wie ist er bei der Entscheidungsfreudigkeit überhaupt an die Spitze gekommen? Wurde ihm der Chefsessel vererbt oder hat er ihn sich erschlafen?

 
Am/um Donnerstag, Juni 14, 2007 2:40:00 nachm. , Blogger The Renitenz meinte...

Na wie wohl? So etwas wird vererbt.

 
Am/um Donnerstag, Juni 14, 2007 9:26:00 nachm. , Blogger CC-Agent meinte...

Schön, dass Du wieder schreibst! :)

 

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