Mittwoch, 7. Februar 2007

E-Mail for ever

Das Thema E-Mail avanciert auf der Hitliste der verbannungswürdigen Kommunikationsmedien seiner Majestät König Autistiko II. mittlerweile ganz oben. Das vor einiger Zeit grundsätzlich zur Disposition stehende Abschalten des Mail-Systems scheint Gott sei Dank vorerst vom Tisch zu sein. So ganz locker lassen will seine Majestät König Autistiko II. allerdings nicht.

Neuster Tick ist die Vorgabe, dass E-Mails, die nicht binnen zwei Minuten vom Empfänger gelesen werden, automatisch an die Zentrale weitergeleitet werden. Also in etwa so wie bei Telefongesprächen, die nicht angenommen werden.

Das Problem bei den E-Mails ist nur folgendes: Der PC respektive das Mail-Programm kann nicht erkennen, ob die gerade zugestellte E-Mail vom Empfänger voraussichtlich binnen zwei Minuten gelesen wird oder nicht.

Es wohl relativ egal, ob eine E-Mail binnen einer Frist von zwei Minuten oder zwei Stunden gelesen wird. Die Tatsache, dass der Mail-Client über einen wirklich simpel zu bedienenden Abwesenheitsassistenten verfügt, lassen wir dann mal auch außen vor. Allein jedoch die Tatsache, dass sich seine Majestät König Autistiko II. darüber unterhalten möchte, ist an Absurdität wohl kaum noch zu überbieten.

Ich werde daher den folgenden Vorschlag unterbreiten: Jede Workstation wird mit einer Webcam ausgestattet, die die Bewegung des Users vor dem Monitor analysiert. Über das System-Event "E-Mail eingegangen" wird die Webcam aktiviert und prüft die Bewegung des Users vor dem Bildschirm. Wenn dieser nicht (mehr) zuckt, dann wird die E-Mail nach zwei Minuten automatisch weitergeleitet.

Kosten dafür: Rund 300 EUR pro Arbeitsplatz.

Praktisch betrachtet sollte man jedoch versuchen, aus der nicht ganz unbedeutenden Investition ein wenig mehr Gegenwert herauszuholen. Daher könnte man bei fehlender Bewegung des Mitarbeiters vor dem PC gleich das Mail-Account löschen und eine Abmahnung oder Kündigung zustellen. Per E-Mail geht das dann logischerweise nicht mehr. Vielleicht stellt man mit dem Löschen des E-Mail-Accounts auch ans Ende des Workflows ;-)

Alternativ könnte man aber auch die Webcam permanent laufen lassen und den untätigen bzw. nicht wild rumzuckenden Mitarbeiter einfach mittels Stromstoß "motivieren".

Ich werde mir dann schon mal eine Schanklizenz für Red Bull besorgen, um die Kollegen vorsorglich auf einem möglichst hohen Aktivitätsniveau zu halten ;-)

Ich glaube ich werde hier langsam bekloppt ...

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6 Kommentare:

Am/um Mittwoch, Februar 07, 2007 9:44:00 vorm. , Anonymous Anonym meinte...

Das erinnert mich irgendwie an Clever und Smart.
Clever: "Aber Chef, es ist gegen die Menschenwürde Untergebenen mit einem Arschenbecher den Schädel einzuschlagen."
Jeff: "Danke, du bist ein wahrer Freund!"
Clever: "Hier nehmen Sie diesen Totschläger."
Jeff: "AHHHHHHH!"

 
Am/um Mittwoch, Februar 07, 2007 12:24:00 nachm. , Anonymous Anonym meinte...

Zuckungen am Arbeitsplatz?

Da muss ich doch gerade wieder an
http://www.illwillpress.com/tech2.html denken.

What? You don't have shocking monkeys at work?

 
Am/um Mittwoch, Februar 07, 2007 12:51:00 nachm. , Anonymous C meinte...

Ich glaube langsam nicht mehr daran, daß viele Arbeitsplätze / Firmen existieren, wo nicht mit Idiotie gekultet wird.

 
Am/um Mittwoch, Februar 07, 2007 1:11:00 nachm. , Anonymous h meinte...

We share your pain.

Siehe Microsofts Windows WSYP Projekt.

bzw. http://www.youtube.com/watch?v=1Q_EPUXlyME

 
Am/um Mittwoch, Februar 07, 2007 7:33:00 nachm. , Anonymous HinRichter meinte...

Puh, Leute wie die hier genannte Majestät sind der Grund, warum ich mich mit Freunden selbstständig gemacht habe. In großen Firmen sinkt die Fähigkeit zur konstruktiven Problemlösung mit dem Aufstieg in der Hierarchie.

 
Am/um Donnerstag, Februar 08, 2007 8:40:00 vorm. , Anonymous Banyadir meinte...

Also es gäbe da ne Lösung:
http://www.kana.com/solutions.php?tid=8

Solch Software wird z.B. in CallCentern benutzt um die Support/Info Mails entsprechend bearbeiten zu können.

Gruß
Banyadir

 

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