Freitag, 5. Mai 2006

Thanks god it’s friday

Die Woche ist fast geschafft. Im großen und ganzen gab es diese Woche keine größeren Katastrophen. Seine Majestät König Autistiko II. hat sich kaum blicken lassen und auch sonst hielten sich die organisatorischen Geisterfahrten in Grenzen.

Kaum erwähnenswert erscheinen da die normalen Itzigkeiten, wie eine Diskussion mit Frau Seht-her-was-bin-ich-nur-toll aus dem Versand über die Frage, warum ich nicht alle Kundennummer im Kopf haben würde. Sicherlich habe auch ich etwas mit unseren Kunden zu tun, aber trotzdem ist es ja wohl ein wenig viel verlangt, dass ich Tausende Kundennummern im Kopf habe. Und irgendwie hatte sie wohl kein Lust, selbst nach der Kundennummer zu suchen. Es ist ja auch so bequem die Kollegen für die Erledigung der eigenen Arbeit einzuspannen. Nur zur Info: Auch Du bist schuld!

Während der heutigen Abteilungsbesprechnung mit Frau Ekel gab es keine nennenswerten Neuigkeiten. Üblicherweise nimmt die Selbstbeweihräucherung von Frau Ekel einen großen Teil der Zeit in Anspruch. Da man im Grunde eigentlich eh nichts verbessern möchte, ist das auch gut so. Es fällt schon schwer, die immer größer werdenden Lücken des Schweigens mit verbaler Artikulation auszufüllen. Für Polemik oder lustige Anekdoten kann sich Frau Ekel leider nicht erwärmen. Schade, und ich hätte wirklich ein paar klasse Dinger auf Lager ;-)

Neuerdings beobachte ich immer häufiger, dass sich eine so genannte Abdrück-Mentalität unter den Kollegen verbreitet. Das funktioniert dann wie folgt:


  1. Ist die Arbeit unangenehm, dann suche Dir einen Kollegen, der gerade mal nicht am Platz ist oder, sofern der Kollege am Platz dauerhaft schläft, warte auf eine günstige Gelegenheit -- auch er muß einmal auf Toilette ... na ja, hoffentlich.


  2. Schleiche dich unauffällig, aber flott zu dem Schreibtisch.


  3. Lege den Vorgang unauffällig auf dem Schreibtisch ab. D.h. natürlich nicht direkt in der Mitte, sondern irgendwo am Rand oder auf einem schon bestehenden Papierhaufen.


  4. Entferne dich so schnell du kannst, aber nicht auffällig. Wenn du außer Atem an deinem Schreibtisch ankommst, dann hast du etwas falsch gemacht.


  5. Wenn du auf dem Weg zurück angesprochen wirst, versuche es zu ignorieren oder erfinde eine glaubwürdige Ausrede.


  6. Wenn du trotzdem erwischt wirst, probiere es einfach noch einmal in einer anderen Abteilung oder Etage. Auch George W. Bush hat ein paar Tausend Wahlzettel zunächst einmal manipulieren müssen, um sich im Jahr 2000 zum Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika zu "bestimmen".


Ansonsten ist heute, wie gesagt, Freitag. Die Sonne scheint, mein Freund Thomas bringt mir heute abend seinen Tischgrill zum Probegrillen vorbei und morgen gibt es wieder Stellenanzeigen in der Zeitung.

Nächste Wochen werde ich dann den Zwergen-Katapult etwas intensiver bewerben - ich brauche nämlich dringend ein paar Akten aus dem Archiv.

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1 Kommentare:

Am/um Freitag, Mai 05, 2006 4:24:00 nachm. , Blogger emily meinte...

deine abdrück-mentalität kenne ich, nur heißt die bei uns TEAMwork (Toll Ein Anderer Machts).
schönes wochenende :)

 

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