Mittwoch, 12. Dezember 2007

Eintracht

Mit fast schon halsbrecherischer Schleimerei versucht Mr Twenty-in-One bei seiner Majestät König Autistiko II. einen guten Eindruck zu machen. Viele Kollegen zerbrachen sich schon den Kopf über seine Motivation, denn sonderlich viel auszuhalten hat er (immer noch ) nicht und eine Zuhälterkarre hat er sich schon vor Urzeiten selbst verordnet. Aber das Rätseln hat ein Ende: Mr Twenty-in-One möchte seine Majestät König Autistiko II. beerben. Na, wenn dieses Ziel nicht doch ein wenig unrealistisch ist. Es setzt nämlich voraus, dass sich seine Majestät König Autistiko II. von den Insignien der Macht trennen will. Das aber wird er, und das unterschreibe ich ohne mit der Wimper zu zucken, nie im Leben machen. Solange wie die Vitalfunktionen intakt sind, wird seine Majestät König Autistiko II. Tag für Tag auf der Matte stehen - und wenn er sich auf einer Sackkarre ins Büro schieben lässt. Spaß muss sein! Was soll er sonst auch machen?

Aber zurück zur Perfektionierung der meinungstechnischen Kongruenz von Mr Twenty-in-One. Meetings mit Mr Twenty-in-One sind, gleich nach denen mit seiner Majestät König Autistiko II., immer ganz großes Kino. Woran es bei seiner Majestät König Autistiko II. liegt, erläuterte ich hoffentlich nachvollziehbar. Bei Mr Twenty-in-One unterscheidet sich die Ursache ein wenig. Mr Twenty-in-One gilt innerhalb der Belegschaft ohne jede Ausnahme als hochgradig arrogant, asozial und kaufmännischer Super-GAU. Letzteres hat er quasi seit Beginn seiner Tätigkeit im Reich seiner Majestät König Autistiko II. lückenlos Jahr für Jahr bewiesen. Niemand schafft es mehr Kapital zu vernichten als Mr Twenty-in-One - und glauben Sie mir, seine Majestät König Autistiko II. bemüht sich diesbezüglich wirklich sehr!

Aber OK, jetzt aber wirklich zur unheimlich wirkenden Fraternisierung von Mr Twenty-in-One mit seiner Majestät König Autistiko II. sowie allen sonst noch unfreiwillig anwesenden Kollegen ;-)

Seine Majestät König Autistiko II. hört sich gerne, ach was sage ich, unglaublich gerne reden. Mr Twenty-in-One schüttelt offenbar gerne seinen Kopf - von welchem Körperteil er das wohl abgeschaut hat ;-)

Mist, ich schweife schon wieder aber. So, jetzt aber: Die beiden, hinsichtlich ihrer charakterlichen Degeneration durchaus als Geschwister einzustufende Blendgranaten unterhalten sich sehr gerne. Neben dem verbalen Ablecken und schizophren wirkenden Lachern wird aber nichts entschieden. Man sitzt ein Weilchen oder auch mal ein paar Stündchen zusammen, labert über dies und das, seine Majestät König Autistiko II. stellt fest, dass das, was Mr Twenty-in-One gemacht hat, große Scheiße ist, und stimmt überein, dass trotzdem alles ganz prima war. Ich habe so das Gefühl, dass sich beide gar nicht so richtig mal die Meinung sagen können. Nein, selbst böse mag man sich nicht sein. Bei soviel Herzlichkeit fühlt man sich als Außenstehender schon schlecht, wenn man nur an etwas Böses denkt ;-)

Sobald seine Majestät König Autistiko II. allerdings das SM-Studio, äh Büro von Mr Twenty-in-One verlassen hat, zeigt Mr Twenty-in-One sein hässliches Gesicht. In aller Heimlichkeit macht sich Mr Twenty-in-One die Welt, wie sie im gefällt. Dabei gibt es jedoch erhebliche Diskrepanzen zwischen der Vorstellung über den zu erreichenden Idealzustand. Und wenn seine Majestät König Autistiko II. dann doch mal was merkt, dann schnellt der Finger von Mr Twenty-in-One schneller auf einen seiner Untergebenen, als dass dieser überhaupt fragen kann, um was es geht.

Traurig bin ich allerdings nicht, weil sich hier gerade unglaublicher Stoff für weitere Geschichten ergibt. Und ich dachte schon, ich müsste zum zweijährigen Jubiläum am 22. Dezember das Projekt mangels Inhalt einstellen.

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2 Kommentare:

Am/um Mittwoch, Dezember 12, 2007 3:11:00 nachm. , Anonymous Anonym meinte...

Oh nein, bloß nicht einstellen! Wie soll ich dann täglich zu der Erkenntnis kommen, wie gut es mir eigentlich geht? ;)

 
Am/um Montag, Dezember 17, 2007 8:23:00 nachm. , Anonymous Anonym meinte...

"Solange wie die Vitalfunktionen intakt sind, wird seine Majestät König Autistiko II. Tag für Tag auf der Matte stehen - und wenn er sich auf einer Sackkarre ins Büro schieben lässt."

Hahaha, wie geil.
Ich muss wieder meine uneingeschränkte Symphathie für diesen Herren bekunden. Er hält seine Mitarbeiter auf Trab, führt die Firma mit Umsicht und Sachverstand, macht einfach nichts falsch.
Respekt. Solche guten Chefs gibt es leider nur selten.

Jetzt würde ich mir nur noch wünschen, daß der Herr Renitenz den Genius des Herren Autistiko anerkennt. Dann, und erst dann, schließt sich der Kreis und wir können uns beruhigt zurücklehnen. Im Internet. Wo die Realität eine Andere ist!

Vielen Dank.
Dankwart Fürchtegott Meier

 

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