Donnerstag, 2. August 2007

Einweisung

Seit einigen Tagen haben wir zwei neue Auszubildende. Zwischenzeitlich sind Sie auch bei mir zu einem ersten Briefing angekommen. Als offener Mensch bin ich bei solchen Anlässen immer geneigt meinen Kollegen reinen Wein einzuschenken. Wenn ich das allerdings mache, sind die meisten schneller wieder weg, als die Personalunterlagen ausgefüllt sind.

Theoretisch müsste man die folgende Liste ausgeben:

Bedeutende Hinweise zum Überleben
Bitte lesen Sie sich die Hinweise wirklich einmal aufmerksam durch. Hier steht nicht nur das übliche Blabla!
  1. Sie sind dumm und völlig bedeutungslos.

  2. Versuchen Sie unbedingt den Kontakt mit seiner Majestät König Autistiko II. zu vermeiden.

  3. Wenn Sie ihm wider Erwarten doch einmal begegnen, dann nehmen Sie schnellstmöglich eine devote Körperhaltung ein und halten Sie unbedingt die Schnauze.

  4. Äußern Sie niemals Ihre Meinung zu einem Thema, wenn Sie seine Majestät König Autistiko II. dazu auffordert.

  5. Verbessern Sie niemals seine Majestät König Autistiko II., wenn er Fremdwörter oder Fachbegriffe falsch ausspricht. Ergänzen Sie dafür unbedingt die interne Liste der verbalen Fehlleistungen.

  6. Unterzeichnen Sie niemals Dokumente jedweder Art, es sei denn Sie nutzen einen Bleistift und haben Gewissheit jederzeit an das Original zu gelangen.

  7. Vermeiden Sie Meetings in geschlossenen Räumen mit wegen sexueller Belästigung am Arbeitsplatz angeklagten Mitarbeitern.

  8. Fragen Sie niemals nach dem Sinn einer Arbeit und machen Sie um Gottes Willen keine Vorschläge zur Optimierung von Arbeitsabläufen.

  9. Leihen Sie sich ein Kostüm aus dem 19. Jahrhundert, um der Vorstellung seiner Majestät König Autistiko II. zum optischen Erscheinungsbild zu entsprechen.

  10. Parken Sie niemals auf dem Firmenparkplatz, denn Sie wissen nie, welchen Parkplatz seine Majestät König Autistiko II. heute bevorzugt.

  11. Bringen Sie keine eigenen Lebensmittel mit an den Arbeitsplatz - seine Majestät König Autistiko II. wird Sie mit ein bisschen Glück kurz vor dem Hungertod vielleicht versorgen.

  12. Die meisten nützlichen Gegenstände auf den Schreibtischen der Mitarbeiter sind deren Privateigentum - Sie sollten also unbedingt fragen, wenn Sie sie nutzen wollen (auch in deren Abwesenheit).

  13. Und: Es geht um nichts!


Wer dann noch bleibt bekommt eine Auszeichnung als Hardcore-Mitarbeiter ;-)

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4 Kommentare:

Am/um Donnerstag, August 02, 2007 12:18:00 nachm. , Anonymous Markus meinte...

gabs so einen ähnlichen beitrag nicht schon mal?

 
Am/um Donnerstag, August 02, 2007 12:35:00 nachm. , Anonymous Anonym meinte...

Mir stellt sich weiterhin die Frage, warum du eigentlich noch dort arbeitest, wo doch alles so fürchterlich ist?

 
Am/um Donnerstag, August 02, 2007 5:14:00 nachm. , Anonymous Anonym meinte...

Hmm, schonmal dran gedacht, dass es wegen dem Geld sein könnte...?

 
Am/um Donnerstag, August 02, 2007 7:06:00 nachm. , Anonymous Anonym meinte...

Die Begründung wäre dann mindestens genauso schäbig wie die zahlreichen Mängel, die hier immer wieder angeprangert werden...

Ne, ehrlich, ich bin ja selbst eine Lästerbacke, kann mich durchaus auch mit manch einem Eintrag hier identifizieren, aber irgendwann ist meiner Meinung nach der Punkt erreicht, wo das ganze etwas ins Lächerliche abdriftet. Wahrscheinlich wird die Antwort eh nur "das interretierst du" sein, aber das bekommt so langsam einen gewissen Helden-Unterton: "alle außer mir sind eingebrochen, doch halte durch, leide und berichte von der Front". ;-)

 

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