Donnerstag, 22. März 2007

Der Murmeltier-Effekt

oder: Wie schaffe ich es, meine Mitarbeiter für dumm zu erklären?

Im vergangenen Jahr haben wir uns ja schon mehrfach mit dem Thema Schadenersatz beschäftigt. Und, richtig, wir haben selbstverständlich bisher gar nichts geklärt. Der Lieferant besteht nach wie vor auf der Rückzahlung der Mehrwertsteuer und seine Majestät König Autistiko II. ist nicht bereit klein beizugeben. Der Lieferant hatte dann irgendwann keine Lust mehr sich auf das ewige Blafasel seiner Majestät König Autistiko II. einzulassen und hat ein Settlement gemacht. Nachdem dieses nunmehr auch ordentlich abgelagert war, habe ich den Mist auf den Tisch bekommen. Hoppla sagte ich mir - das kommt mir doch seltsam bekannt vor ;-)

Hinsichtlich rationaler Entscheidungsfähigkeit ist seine Majestät König Autistiko II. auf dem Niveau eines Kleinkindes stehen geblieben. Wenn man die verbalen Attacken seiner Majestät König Autistiko II. dem Aufstampfen mit dem Fuß gleichsetzt, dann passt die demonstrierte Kindlichkeit durchaus zu einem quengeligen Sechsjährigen.

So what ... zurück zum Thema: Die Überprüfung der gegenseitigen Schadenersatzansprüche und Abrechnung selbiger nahm drei Tage in Anspruch. Meine Prüfung hat zwei Dinge ergeben: Die Mehrwertsteuer ist nach wie vor ein Streitpunkt und irgendwie rechnet der Versanddienstleister, sofern er es überhaupt macht, ganz anders ab, als wir gedacht haben. Bei uns gibt es einen Auftrag, auf dessen Basis ein Schaden, der durch den Verlust der Sendung entstanden ist, abgerechnet wird und der Versanddienstleister kennt nur seine Paketnummern. Bloß gut, des weder wir noch der Versanddienstleister in der gegenseitigen Korrespondenz Bezug auf die jeweiligen Klassifizierungsmerkmale nehmen ;-)

Ich bin dann zum Schluss gekommen, dass ich die Sache nicht klären kann, solange sich seine Majestät König Autistiko II. nicht grundsätzlich dazu äußert, wie er die Angelegenheit denn geregelt haben möchte. Daher habe ich den Vorgang mit einem entsprechenden Hinweis an Frau Ekel zurückgegeben. Eigentlich war schon klar, dass das so nicht klappt. Keine halbe Stunde später krachte der Vorgang mit dem Hinweis, ich möge mich gefälligst selbst mit seiner Majestät König Autistiko II. einigen, wieder auf meinen Schreibtisch.

Nachdem ich mich Anfang dieser Woche noch einmal ausführlich mit dem Für und Wider einer Unterhaltung mit seiner Majestät König Autistiko II. beschäftigt habe, bin ich zum Schluss gekommen, dass ich die Angelegenheit jetzt einfach aussitze. Mir ist es leider nicht möglich, eine hochgradig beratungsresistente Person mit rationalen Argumenten von der Notwendigkeit einer Entscheidung zu überzeugen bzw. habe ich keine Ahnung.

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1 Kommentare:

Am/um Freitag, März 23, 2007 12:58:00 nachm. , Blogger Pathologe meinte...

Seine Majestät König Inkontinenz der Zweite wartet offensichtlich auf eine"So machen wir es jetzt" Lösung. Packen Sie sie ihm auf den Tisch und ignorieren Sie sein Geschrei. Ist zwar etwas gewöhnungsbedürftig, geht aber. Einfach im Ansatz des Monologs sagen "Tut mir leid, aber ich habe da noch einen wichtigen Anruf am Hörer warten" und rausgehen. Grober Klotz - grober Keil-Taktik. Funktioniert.

 

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