Mittwoch, 25. Oktober 2006

Personalentwicklung

Ich erspare mir heute einleitende Worte darüber, dass das Thema Personalentwicklung von seiner Majestät König Autistiko II. chaotisch betrieben wird. Es ist (leider) bei faktisch allen Dingen so: Einfach ohne Plan losmarschieren und mit wildem Enthusiasmus das Fehlen des Plans ausgleichen wollen.

So what ... seine Majestät König Autistiko II. hat mal wieder ein wenig umgeräumt und ein Dutzend Mitarbeiter hat einen neuen Arbeitsplatz und neue Aufgaben bekommen. Erstaunlicherweise hat seine Majestät König Autistiko II. dieses mal recht schnell festgestellt, dass eine Reihe von qualifizierten Fachkräften fehlt. Daneben sind im Zuge der aktuellen Personalrotation aber auch mehrere Mitarbeiter ohne konkreten Job übrig geblieben. Leider kann man die übrig gebliebenen Kollegen nicht einfach mit vakanten Arbeiten betrauen, da ihnen schlicht und ergreifend elementare Fähigkeiten und Fachkenntnisse fehlen.

Diese Diskussion geht mir langsam echt auf die Eier. Jahr für Jahr taucht dieses Thema auf und Jahr für Jahr lehnt seine Majestät König Autistiko II. jegliche Überlegung zu mittel- bis langfristiger Personalentwicklung ab.

Man sollte sich dann aber auch nicht darüber beschweren, dass man keine qualifizierten Mitarbeiter hat, wenn man substanziell nichts für deren Qualifikation und fachliche Weiterbildung unternehmen will. Die guten Fachkräfte verlassen das Unternehmen sowieso, sobald sich eine attraktive Gelegenheit ergibt. Die Krönung des Gejammers seiner Majestät König Autistiko II. ist dann jedoch die Feststellung, dass es einfach zu teuer ist, einen gering qualifizierten Mitarbeiter zu entlassen. OK, auch das stimmt, aber liegt in erster Linie daran, dass man nie dafür entscheiden konnte sie zu qualifizieren und sie somit schon Jahrzehnte mitschleppt.

Im ersten Moment mag es vielleicht unsozial klingen, wenn man davon spricht, Mitarbeiter mitzuschleppen. Objektiv betrachtet ist jedoch das Mitschleppen selbst ein höchst unsozialer Akt seitens des Unternehmens. Man ist sich relativ früh darüber im Klaren, dass der eine oder andere Mitarbeiter aufgrund fachlicher Qualifikation die ihm gestellte Aufgabe nicht (mehr) bewältigen kann. Die als unbequem oder gar lästig empfundenen Weiterbildungsmaßnahmen werden häufig von den Betroffenen selbst abgelehnt. Eine Kündigung mag der "sozial" eingestellte Chef nicht aussprechen.

Dem Unternehmer bleibt somit nichts weiter übrig, als den Personalbestand aufzustocken. Damit steigen die Personalaufwendungen und die Rentabilität sinkt. Zum Schluß stellt man dann fest, dass man nur noch Geld verbrennt. Für einen Turn-around ist es dann meistens zu spät. Das Unternehmen meldet Insolvenz an. Alle! Mitarbeiter verlieren ihren Arbeitsplatz.

Übrigens: Seine Majestät König Autistiko II. vereint seit Kurzem auch die Funktion des CPO in seiner Person. Der CPO ist der Chief Performance Officer und für die Sicherstellung der Performance unserer IT-Hardware zuständig. Davon hat er zwar keine Ahnung, aber lustig sind die Meetings zu diesem Thema trotzdem ;-)

PS: Ich habe das gefühl, dass die Masse der Leser dieses Blogs eher kurze Stories bevorzugt. Ich habe heute wirklich versucht, mich kurz zu fassen, aber das ist gar nicht so einfach ;-)

Morgen gibt es aber ganz bestimmt einen kurzen Beitrag - und noch dazu was besonderes. Also: Reinschauen lohnt sich!

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4 Kommentare:

Am/um Donnerstag, Oktober 26, 2006 2:27:00 nachm. , Anonymous Anonym meinte...

also ich persönlich hätte gegen auch gegen längere ausflüge ins reich des wahnsinns nichts einzuwenden...

 
Am/um Donnerstag, Oktober 26, 2006 2:36:00 nachm. , Anonymous kolegenblog meinte...

...naja zumindest das Problem der fehlenden Qualifikation ist durch das sog. PETER Prinzip ja hinreichend erklärt...

Meine Kollegin hat sich gleich ein Buch hierzu bestellt als ich ihr davon erzählt habe......

 
Am/um Donnerstag, Oktober 26, 2006 8:04:00 nachm. , Anonymous Kurti meinte...

Nee nee, täglicher Wahnsinn wird doch meist erst sichtbar, wenn man ihn ein wenig wortreicher darlegt.

Sonst hat es etwas von DAU-Geschichten, die gibt es ja anderenorts bereits zuhauf.

 
Am/um Donnerstag, Oktober 26, 2006 10:43:00 nachm. , Anonymous Anonym meinte...

ich hab auch ganz und gar nichts gegen längere berichte vom autistischen hof ;)

 

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