Montag, 22. Mai 2006

Höflichkeitsbarometer

So etwas könnte man bei uns installieren, nachdem heute mal wieder einer der gefürchteten Ankackmontage war. Gegen Mittag hat sich die Hälfte der Belegschaft mal wieder mindestens ein verbales Gefecht geliefert und war demzufolge nicht mehr ansprechbar.

Das Spektrum an Themen respektive Gründen war, wie immer, sehr breit. Das absolute Highlight war "Schmutz im Treppenhaus". Ein Kollege, heute wohl als Inkarnation von Miss Marple beauftragt, lief durch die Etage und ließ sich von jedem Mitarbeiter die Schuhsohlen zeigen. Nachdem einige Kollegen dies mit dem Hinweis der Lächerlichkeit ablehnten, entbrannte ein Streit über die Frage, welche Dinge den wichtig sind: Ein Geschäft abzuschließen oder die Frage zu klären, wer für die Matschspur im Treppenhaus verantwortlich war.

Während der, sagen wir mal, angeregt laufenden Diskussion schlug ich vor, nach einer Person zu suchen, die heute mit Unimog-Bereifung anstatt Schuhen unterwegs ist. Im weiteren Verlauf, ich hatte schon die Tränen vom Lachen über die geplante Gegenüberstellung in den Augen, kam der obligatorische Vorschlag nach einer Sedimentanalyse.

Da ich mir das Lachen irgendwann dann doch nicht mehr verkneifen konnte, bin ich gegangen. Die Antwort auf die Frage nach der Wichtigkeit kann also nicht berichten. Das eigentlich schlimme daran war jedoch die Tatsache, mit welch hohem Maß an Ernsthaftigkeit die Klärung der Frage betrieben wurde.

Sind wir denn alle nicht mehr normal oder habe ich einfach nicht die richtige Wellenlänge? Ich glaube, ich bin schon drin ...

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1 Kommentare:

Am/um Dienstag, Mai 23, 2006 11:22:00 vorm. , Anonymous Anonym meinte...

Warum das Lachen verkneifen? Irgendwann muss alles mal raus. Und vielleicht kommen die Kollegen danach mal zur Besinnung.
Obwohl...bei der gegenwärtigen Informationslage über Mitarbeiter würde ich eigentlich auch nicht drauf wetten wollen.

 

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