Donnerstag, 22. November 2007

Der Grund der Gründe

Eigentlich kann man recht simpel erklären, warum im Reich seiner Majestät König Autistiko II. so viele Arbeitsabläufe so unsinnig und ineffektiv sind. Es liegt nämlich daran, dass seine Majestät König Autistiko II. nie gelernt hat, dass die Organisation eines mittelständischen Unternehmens mit dem Wachstum selbigen angepasst werden muss.

Seiner Majestät König Autistiko II. fehlt es, mal abgesehen von gutem Benehmen, schlicht an elementaren betriebswirtschaftlichen Grundkenntnissen. Das ist, wie schon häufiger mal angemerkt, eigentlich gar nicht so dramatisch, da es ausreichend qualifiziertes Personal gibt. An dessen Wissen zu partizipieren respektive profitieren setzt allerdings zwei Dinge voraus: Einerseits müssen Aufgaben und Zuständigkeiten klar definiert sein und andererseits muss man vertrauen können. Vertrauen kann gegebenenfalls durch ein effektives Controllingkonzept kompensiert werden. Summa summarum entspricht seine Majestät König Autistiko II. als Manager also dem Hatchet Man am besten, wobei auch gewisse Parallelen zum Dictator bestehen ;-)

Und da seine Majestät König Autistiko II. weder lernwillig noch kompromissbereit ist, wird das Unternehmen mit einem Multimillionen Euro Umsatz einfach weiter wie ein Tante Emma-Laden in der Nachkriegszeit geführt.

Praktisch betrachtet haben wir, auf den besagten Tante Emma-Laden übertragen, an jedem Regal einen Verkäufer stehen. Zu tun hat dieser jedoch nichts, weil er von der Kundschaft spätestens nach dem dritten Regal einfach nur noch als nervend empfunden wird. Die Warenwirtschaft wird mit Karteikarten geführt. Und weil kein ERP-System der Welt ein Karteikartenbasiertes System für den Umschlag von vielen Millionen Euro pro Jahr in der Warenwirtschaft für praktikabel erachtet, gibt es so etwas auch nicht. Daher sind die ERP-Systeme alle doof. Die Mitarbeiter können jedoch die Anpassung des ERP-Systems nicht umsetzen, weil niemand jemals mit Karteikarten gearbeitet hat. Daher sind auch die Mitarbeiter alle doof. Auf pensionierte Mitarbeiter kann man allerdings auch nicht zurückgreifen, weil die wiederum mit einem modernen ERP-System nichts anfangen können.

Ergo befinden wir uns in einer endlos währenden Schleife aus faktisch nicht lösbaren Problemen!

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1 Kommentare:

Am/um Donnerstag, November 22, 2007 10:14:00 nachm. , Anonymous Hansi meinte...

Junger Mann,

Sie immer mit ihrem neumodischen Krams. ERP-System, wenn ich sowas schon höre! Ich will Ihnen mal was sachen: Früher, als Sie noch mit der Trommel um den Christbaum gerannt sind, nein, noch viel früher...wo war ich jetzt..achso: Also früher hatten wir ja nix! Und immer fiel der Strom aus! Und was wäre denn mir Ihrem achso tollen REP-System, hä?

Sehnse. Deswegen bleiben wir bei den Karteikarten. Und sparen das Geld für PER-Systems-Dingsbums. Ging doch aus so bisher.

 

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