Sonntag, 21. Januar 2007

US-Präsidentschaftswahl 2008

Nachdem sich meine Hoffnung, dass Hillary Clinton als Kandidatin für die Wahl des US-amerikanischen Präsidentenamtes im Jahr 2008 antritt, erfüllt hat, wird es Zeit, sich mit dem Thema einmal kurz zu beschäftigen.

Zunächst einmal ist es gut, dass die Wiederwahl des bisherigen Amtsinhabers im Rahmen des 22. Verfassungszusatzes auf einmal beschränkt ist. Eine weitere Legislaturperiode mit George W. "John Wayne" Bush jr. wäre auch eine ziemliche Zumutung.

Weitere Erläuterungen zur Funktionsweise des politischen Systems findet man im Blog von USA Erklärt - sehr lesenswert!

So gesehen haben die Demokraten also durchaus eine realistische Chance das Amt des US-Präsidenten im Jahr 2008 zu stellen. Leider haben es sich die Demokraten jedoch nicht ganz so einfach gemacht: Einerseits kandidiert mit Hillary Clinton eine Frau und andererseits mit Barack Obama ein Farbiger. In Deutschland oder in Europa, ja selbst in der Türkei, ist sowohl das Geschlecht als auch die Hautfarbe eines Kandidaten relativ unwichtig. Entscheidend ist dessen persönliche Eignung respektive Kompetenz. In den Vereinigten Staaten von Amerika, einer der technologisch progressivsten Nationen weltweit, sieht das ein wenig anders aus: In politischen Dingen sind die US-Amerikaner offenbar äußerst konservativ. Das hat u.a. auch die politische Reaktion auf die Lewinsky-Affäre sehr markant gezeigt. In Deutschland oder in anderen europäischen Ländern wäre das vermutlich so nicht zu erwarten gewesen - vier geschiedene Ehen von Joschka Fischer sind da sicherlich ein gutes Indiz ;-)

Meines Erachtens polarisieren sowohl Hillary Clinton als auch Barack Obama allein schon mit ihrer Person sehr stark. Deshalb könnte man als nächsten deren persönliche Kompetenz einmal kurz betrachten. Praktisch betrachtet macht das aber für den Durchschnittsamerikaner keinen Sinn, da dieser in erster Linie an dem Recht auf Waffenbesitz und Terrorismusbekämpfung sowie billigem Benzin interessiert ist. Diese Erkenntnis musste zum letzten Mal der Demokrat und ehemalige Vizepräsident von Bill Clinton, Al Gore im Jahr 2000 machen, als er gegen einen selbst rhetorisch unterentwickelten Revolverhelden aus Texas unterlag. Fazit: Fachliche Kompetenz ist etwas, mit was man als Präsidentschaftskandidat in den USA nicht punkten kann.

Persönlich würde ich mich wünschen, dass ein demokratischer Kandidat die US-amerikanischen Präsidentschaftswahlen im November 2008 für sich entscheiden kann. Zuvor sollten sich die Demokraten jedoch recht schnell für einen Spitzenkandidaten entscheiden. Ob das nun Hillary Clinton oder Barack Obama ist, hat, wie eingehend erläutert, vermutlich nicht so sehr viel Einfluss auf die Chance zum Sieg. Ich drücke daher beiden die Daumen :-)

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2 Kommentare:

Am/um Sonntag, Januar 21, 2007 5:33:00 nachm. , Anonymous Steeefan meinte...

Bin mal gespannt, was Scot noch dazu schreiben wird.

Im übrigen bin ich eher für Hillary.

 
Am/um Dienstag, Januar 23, 2007 1:21:00 nachm. , Anonymous Anonym meinte...

"als er gegen einen selbst rhetorisch unterentwickelten Revolverhelden aus Texas unterlag. Fazit: Fachliche Kompetenz ist etwas, mit was man als Präsidentschaftskandidat in den USA nicht punkten kann."
toll geschrieben! ;)

 

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