Sonntag, 26. März 2006

Schicksal

Den Kollegen Abteilungsleiter aus der Blogosphäre hat es leider zerrissen. Er wurde vor die Tür gesetzt. Wer sein Blog aufmerksam gelesen hat, dem fällt auf, das die Gründe offensichtlich sind: Da kommt jemand neues ins Team und versucht das organisatorische Chaos aufzuräumen. Obwohl die Notwendigkeit systematischen Vorgehens auf der Hand liegt, empfand man es bequemer, den Störenfried zu eliminieren.

Persönlich glaube ich, dass es seine Vorgesetzten als unbequem empfanden, sich mit der Problem und den damit verbundenen sprichwörtlichen Abschneiden alter Zöpfe substanziell einmal auseinanderzusetzen.

OK, es erfordert immer ein gewisses Maß an charakterlicher Größe und menschlicher Wahrhaftigkeit, eigenes Fehlverhalten respektive Versagen einzugestehen oder aber einfach anzuerkennen, dass die bisherige Art und Weise des Umgangs mit wirtschaftlichen Gegebenheiten nicht optimal war. Das ist nicht einfach, aber im Zweifelsfall zeigt sich bei einem Konflikt das wahre Maß an Teamfähigkeit und Ernsthaftigkeit.

Auch wenn es nicht über den Verlust des Arbeitsplatzes nicht hinwegtrösten kann, so sollte sich der Frischling darüber im Klaren werden, dass das im Grunde nur ein positiver Schritt gewesen ist. Auf Dauer wäre er mit dem schon erlebten Maß an Stumpfsinn und Unprofessionalität nicht klargekommen. Um in einer derartigen Umgebung zu überleben, muss man zwangsläufig die eigenen Ideale sowie Authentizität aufgeben, was nur dazu führt, dass man die eigenen Fähigkeiten im Klo runterspült.

Man muss das positiv sehen: Die Vorgesetzten haben sich als unprofessionell, rückständig und borniert geoutet. Und das Beste daran ist, dass sie das noch nicht einmal selbst bemerkt haben.

Kopf hoch - das Leben geht weiter.

PS: Ich würde mich wirklich freuen, wenn Du Dein Blog weiter schreibst. Ich denke das hilft auch ein wenig, den Frust abzubauen. Mir zumindestens hilft es :-)

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1 Kommentare:

Am/um Montag, März 27, 2006 7:16:00 vorm. , Anonymous Anonym meinte...

Ich hätt's nicht besser schreiben können und schließ mich dem einfach mal an. Kopf hoch!

 

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