Freitag, 17. März 2006

Notstandsdiplomatie

oder: We wants you as guilty

Diese Woche gab es eine ganze Reihe seltsamer Begegnungen mit Frau Ekel. Seltsam in so fern, als dass es sich nicht die üblichen absurden Äußerungen und paradoxen Anliegen handelte. Auch gab es keine moralischen Referate zum äußeren Erscheinungsbild.

Frau Ekel, berühmt und berüchtigt für ihr degeneriertes Sozialverhalten, kam mehrfach auf mich zu und erzählte kleine Anekdoten über ihre letzten Zusammentreffen mit seiner Majestät König Autistiko II. zu verschiedenen Themen. Ich habe mir eine prägnante Story herausgegriffen:

Frau Ekel wurde im Rahmen eines telefonischen Verhörs von seiner Majestät König Autistiko II. nach einem Wert eines Gegenstandes im Unternehmen befragt. Wenig später wollte sie sich vergewissen, die richtige Antwort gegeben zu haben. Tja, was soll ich sagen, leider nicht.

Ganz wie erwartet versuchte sie zunächst, mir den Schwarzen Peter unterzujubeln. Nachdem ich ihr die Funktion unseres ERP-Systems zum wiederholten Male erläutert habe, merkte sie wohl, dass das Prinzip "Schuldumkehrung" bzw. "Schuldweiterleitung" nicht funktionieren würde. Statt dessen versuchte sie, mit mir eine konspirative Absprache zur Frage des Zeitpunkts, an dem die relevante Information, die sie offensichtlich nicht interpretieren konnte, in das ERP-System eingeflossen ist, zu treffen. Allein für die Dreistigkeit einen entsprechenden Versuch zu wagen, hätte ich schon ein Memo für seine Mjestät König Autistiko II. verfassen sollen.

OK, so what ... Ihrer schönen Theorie nach sollte ich der Depp sein, indem wir gegenüber seiner Majestät König Autistiko II. einfach behaupten, die Information wäre erst nach der besagten Vernehmung in das ERP-System eingeflossen. Der Haken daran ist die Tatsache, dass es einen Time Stamp mit User Name für die Transaktion gibt. Jeglicher Versuch, die Situation zu erklären, würde per Saldo mit einer Verschlimmbesserung enden, für die wiederum ich, als Erfasser der Information, meinen Allerwertesten herhalten müsste.

Hm ... Netter Versuch, Frau Ekel. Das fällt jedoch definitiv aus wegen Bodennebel!

Nachdem ich ihr unter Aufbietung meiner besten diplomatischen Fähigkeiten das "No" vermittelt hatte, folgte eine halbstündige Diskussion zum Für und Wider meiner Argumente. Im Abschluss an die unsäglichen Diskussion, und weiteren 500 Jahren ohne Aussicht auf Gehalterhöhung, habe ich mich ernsthaft über den Sinn dieses Gespräches gefragt. Sollte der verknitterte Stern von Frau Ekel im Universum seiner Majestät König Autistiko II. das Schicksal einer Supernova ereilen?


Wir hoffen alle auf den erlösenden Knall. Bestenfalls in der unmittelbaren Nähe seiner Majestät König Autistiko II. - das wären dann zwar nur zwei "Fliegen" mit einer "Klappe", aber auch das Tapfere Schneiderlein hat einmal klein angefangen ;-)

Übrigens: Gilt das eigentlich schon als passive Sterbehilfe?

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1 Kommentare:

Am/um Freitag, März 17, 2006 7:35:00 nachm. , Blogger emily meinte...

die eigenen fehler einzugestehen, und das womöglich auch noch vor anderen, das ist für viele unserer mitmenschen eben ein unüberwindbares problem. und dass sie sich mit vertuschungstaktiken nur noch tiefer ins disaster manövrieren, diese erkenntnis ist bei ihnen entweder noch nicht angekommen oder sie wurde erfolgreich abgewehrt.
schönes wochenende :)

 

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