Dienstag, 7. März 2006

Wann wird's mal wieder Sommer?

Etwa die Hälfte der Mitarbeiter hat bei Sonnenschein ein recht seltsames Problem: Egal wo man den Monitor des Computers hinstellt, man kann schlicht nichts mehr erkennen. Eigentlich ist das so aber falsch, weil man durchaus etwas erkennen kann: Nämlich sich selbst, den Himmel und Wolken sowie vorbeilaufende Passanten und vorbeifahrende Fahrzeuge. Ansonsten jedoch nichts.

Also prinzipiell könnte man dagegen etwas machen: Die Jalousien runterlassen.

Wie sich der aufmerksame Leser vermutlich dachte, ist die Lösung nur auf den ersten sprichwörtlichen Blick einfach. Praktisch betrachtet ist das Problem sehr viel komplizierter: Jedes Fenster besitzt eine eigene Jalousie. Mangels eines ausreichenden Intelligenz-Koeffizientens, was seine Majestät König Autistiko II. jedem Mitarbeiter täglich lautstark verbal attestiertet, erfolgt die Steuerung ausschließlich zentral – auf Kommando seiner Majestät König Autistiko II. und, manchmal, vertreten durch Frau Klimper-Schüttel.

Da seine Majestät König Autistiko II. sehr viel wert auf ein einheitliches Erscheinungsbild legt, werden einerseits die Jalousien nur gemeinschaftlich geöffnet oder geschlossen und andererseits nur in Abhängigkeit des persönlichen Befindens seiner Majestät König Autistiko II., welches typischerweise bei seinem morgendlichen Eintreffen uneinheitlich unausgeglichen ist. D.h. die Jalousien bleiben oben – bums!

Per Saldo ist Arbeiten am Bildschirm somit für Stunden nicht möglich. Vorsichtige Versuche, das Problem zu lösen, endeten damit, dass seine Majestät König Autistiko II. den Mitarbeitern empfahl, doch Sonnenbrillen aufzusetzen. Nur zu dumm, dass eigentlich der Monitor eine Sonnenbrille aufsetzen müßte ... oder haben Sie schon einmal der Sonne eine Sonnenbrille verpaßt, nur weil Sie schlecht sehen können ;-)

Die Anschaffung von Reflektionsfiltern für die Monitore wurde von seiner Majestät König Autistiko II. rundweg abgelehnt.

Die Arbeitsgruppe „Besser Sehen“ der Company-APO*) machte sich Gedanken über alternative Lösungskonzepte. Als aussichtsreichster Kandidat wurde das Modell „Gebäude um 90° drehen“ angesehen. Echten Charme hat die Lösung auch in so fern, als dass man, neben einer Wiederherstellung der Lesbarkeit der Anzeige der Computermonitore, damit noch besser inkognito erscheinen könnte. Nicht nur, dass wir weder Hausnummer, Firmenschild und Briefkasten besitzen, auch würde sich die optische Sichtfront des Gebäudes mehr als halbieren.

Vielleicht sollte seine Majestät König Autistiko II. einmal Kontakt mit Joanne K. Rowling aufnehmen und sich ein Exemplar von Harry Potter’s unsichtbar machenden Tarnumhang in den Abmessungen des Gebäudes bestellen ;-)

Na ja, was bin ich froh, dass das Büro seiner Majestät König Autistiko II. genau auf der anderen Seite des Gebäudes liegt. Noch mehr Genörgel hätte ich nicht ertragen ...

*) Außerparlamentarische Opposition

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3 Kommentare:

Am/um Mittwoch, März 08, 2006 11:15:00 vorm. , Anonymous bmc meinte...

Hallo!

Bastelt euch doch witzige Papprahmen für die Monitore. Die kosten nichts und man kann sie bemalen!
Das sorgt für Irritationen bei der Führungsriege. ;-)

Grüße!
bmc

 
Am/um Mittwoch, März 08, 2006 2:58:00 nachm. , Anonymous Anonym meinte...

Oder an jeden Arbeitsplatz einen Sonneschirm stellen. Vielleicht noch ein bisschen Sand auf dem Boden verstreuen. Und den Caipirinha Automaten nicht vergessen ;-)

 
Am/um Mittwoch, März 08, 2006 4:25:00 nachm. , Blogger The Renitenz meinte...

Ja, das wäre schön. Nur zu dumm, dass seine Majestät König Autistiko II. auch das Ablegen von Gegenständen auf den Fensterbänken oder Anbringen von Kalendern strikt verboten hat ...

 

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