Mittwoch, 8. Februar 2006

Das eigene Ding

oder: Wie werde ich sie los in wenigen Wochen

Es gibt eine Reihe von Kollegen, vorrangig Frau Gemüse, die ihre ganz eigene Sichtweise und insbesondere Definition von Arbeitsabläufen hat. In erster Linie zeichnet sich diese dadurch aus, dass die eigene Methodik grundsätzlich als einzig seligmachend eingestuft wird.

Also grundsätzlich habe ich damit überhaupt kein Problem - wer gerne als Missionar unterwegs ist, soll das machen. Die Arbeitsweise wird spätestens dann zum Problem, wenn Frau Gemüse mal abwesend ist. Da alle anderen Kollegen eine andere Systematik anwenden, ist die Vertretung von Frau Gemüse stets mit einer Fülle von organisatorischen Problemen verbunden. Wie hat sie das noch mal gemacht? Welche Logik steckte dahinter? Wo findet man noch mal die Unterlagen?

Ich hatte sie daher schon mehrfach, zumal es auch andere Kollegen nervt, angesprochen und um ein klärendes Gespräch gebeten. Ausgangspunkt war die Frage, welche der Methoden die bessere ist bzw. ob man nicht die besten Ideen aus beiden Arbeitsweisen zu einer neuen, gemeinsamen Vorgehensweise verbinden könnte. Schließlich macht es schon Sinn, dem Substitut das Leben nicht unnötig zu erschweren.

Na ja, erfolgreich war ich leider nicht - sonst hätte ich hier ja auch nicht geschrieben ;-)

Ich finde es aber schon schade, dass Zusammenarbeit oftmals an einem obstinaten Auftreten aus niederen Beweggründen einzelner Personen scheitert. Sicherlich steht es der einer oder anderen Person zu, sich eine extrovertierte Meinung zu leisten. Das würde ich aber ausschließlich seiner Majestät König Autistiko II. zugestehen. Oder? OK, ich sollte mir vielleicht die Gesellschafterliste noch einmal genau anschauen. Vielleicht habe ich ja etwas übersehen und Frau Gemüse steht neuerdings auch drin.

Ansonsten finde ich schon toll zu sehen, wie man Tag für Tag seine Zeit mit dem Umschiffen persönlicher Befindlichkeiten einzelner Kollegen verschwenden kann. Das könnte man glatt als Beschäftigungssicherung einstufen. HIIILFE, ich glaube, wir sind doch beim Amt ...

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1 Kommentare:

Am/um Mittwoch, Februar 08, 2006 9:52:00 nachm. , Blogger emily meinte...

man könnte meinen, dass du im selben unternehmen arbeitest wie ich ;-) ich schau regelmäßig hier rein und bin heute fast schon darüber erschrocken, wie ähnlich es bei uns zugeht. da bricht hin und wieder auch das chaos aus, wenn bestimmte personen (unerwartet) nicht anwesend sind.
von mir gibt's seit gestern übrigens auch ein logbuch, allerdings werden da nicht nur die abgründe des büroalltags verewigt, sondern auch positive dinge und bissel privater krempel, der hoffentlich zur allgemeinen erheiterung beiträgt.

 

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