Montag, 15. Oktober 2007

US-Wahl 2008: Neuer Kandidat?

Es wieder einmal Zeit, sich mit dem Thema US-Präsidentschaftswahl 2008 zu beschäftigen.

Ich mache keinen Hehl daraus, dass Al Gore schon immer meine Sympathie hatte. Daher hat es mich tief getroffen, dass er sich bei den US-Präsidentschaftswahlen im Jahr 2000 nicht gegen den texanischen Möchtegern Revolverhelden George W. Bush durchsetzen konnte - na ja, streng genommen hat er ja schon eine halbe Million mehr Stimmen als George W. Bush erhalten, aber die Geschichte kennen wir ja ;-)

Nachdem Al Gore nunmehr auch den Friedensnobelpreis erhielt, frage ich mich, ob sein Charisma und Ehrgeiz - Kompetenz ist bekanntlich auch in den USA nicht entscheidend, um sich für das oberste Amt im Lande zu qualifizieren - stark genug ist, um in die Liga der politischen Superstars in den USA (wieder) aufzusteigen. Wenn ja, dann dürfte das für Barack Obama und vor allem Hillary Clinton keine besonders gute Nachricht sein. Meines Erachtens hätten die Demokraten dann schon drei Präsidentschaftskandidaten, die, mal abgesehen von Barack Obama, den ich bislang nicht gut einschätzen kann, sowohl über ein enormes Charisma als auch die (eigentlich) erforderliche fachliche Kompetenz einschließlich politischer Weitsicht verfügen.

Fakt ist jedoch, dass Hillary Clinton, Barack Obama und Al Gore nicht nur durch ihr bloßes Auftreten als Frau, Afroamerikaner oder umweltpolitisch stark engagierter Ex-Vizepräsident sondern insbesondere aufgrund ihrer politischen Ansichten im Feld der bisherigen Präsidenten und Kandidaten stark polarisieren.

Wenn ich die Wahl zwischen den drei Kandidaten hätte, dann würde ich mich wohl für Al Gore entscheiden. Andererseits halte ich Hillary Clinton für eine, ohne jede Einschränkung, ebenbürtige Kandidatin. Vielleicht resultiert mein Vorzug für Al Gore aus ein klein wenig Schadenfreude bzw. als verspätete Wiedergutmachung der unverdienten Niederlage im Jahr 2000.

Bei Barack Obama bin ich im Zweifel. Einerseits wäre es eine große Genugtuung für die US-Bürger afroamerikanischer Abstammung, andererseits scheint er mir politisch ein wenig zu farblos zu sein.

Aus dem Lager der Republikaner sehe ich ausschließlich Rudolph Giuliani als ernstzunehmenden Kandidaten. Gegen Hillary Clinton bei der Präsidentschaftswahl 2008 anzutreten, dürfte eine harte Herausforderung sein. Würde er dagegen direkt auf Barack Obama treffen, sehe ich Rudolph Giuliani, den ehemaligen Bürgermeister von New York City, im Vorteil. Ein Aufeinandertreffen von Al Gore und Rudolph Giuliani wäre dagegen ein an Spannung kaum zu überbietender Thriller.

Na egal, es wird auf jedem Fall eine spannende Wahl.

PS: Vielleicht sollte man John McCain empfehlen, bei den Fritten zu bleiben ;-)

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2 Kommentare:

Am/um Freitag, Oktober 19, 2007 1:09:00 vorm. , Anonymous Anonym meinte...

Eigentlich gibts nur einen wählbaren Kandidaten: Ron Paul.

 
Am/um Samstag, Oktober 20, 2007 4:08:00 vorm. , Blogger mcthorogood meinte...

Oh my God!

Hillary Rodham Clinton, the leading Democratic candidate for U.S. President, may be called as a material witness in the state of California, in what may be the largest election fraud in U.S. history. All news of this case has been effectively censored in the U.S. mainstream media. To read the full story, "For Clinton, 2000 Fund-Raising Controversy Lingers," in The Wall Street Journal, click here.

Hillary may have violated the law by not reporting large contributions to her successful 2000 campaign for the New York Senate. Mr. Peter F. Paul claims that his contributions were omitted from the public reports filed with the Federal Election Commission, and Hillary denies all knowledge of these contributions. See the latest ruling in Paul vs. Clinton.

Hillary even denies knowing Mr. Paul, a three time convicted felon, who made the contributions to her 2000 Senate campaign. A video produced by the Equal Justice Foundation of America has been viewed more than 725,000 times. A case such as this would normally end any political aspirations for public office in the United States, and certainly raises questions about the fund-raising practices of the Clinton camp.

 

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