Freitag, 3. November 2006

Kann ja mal passieren

Neben den grässlichen Momenten mit seiner Majestät König Autistiko II. gibt es hin und wieder aber auch mal Dinge zum Schmunzeln. Das liegt in erster Linie sicherlich an den skurrilen Wortschöpfungen und Versprechern seiner Majestät König Autistiko II., daneben bietet er aber auch so ganz und gar nicht in die extrem geizige Mentalität passende Ausgaben.

Im laufe der Jahre haben sich dabei eine ganze Reihe von absurden Investments angesammelt, so dass die Auswahl der Highlights einigermaßen schwierig ist. Ich beschränke mich daher heute mal auf eine Aktion, die mir hinsichtlich ihres Unterhaltungswertes erwähnenswert erscheint ;-)

Seine Majestät König Autistiko II. hat, neben Tochter No. 1, Frau Wir-haben-kein-fließend-Wasser-zu-Hause, noch eine weitere Tochter. So richtig einschätzen kann ich sie leider nicht, denn sie taucht allenfalls namentlich auf. Vor einigen Monaten wollte also Tochter No. 2 mal wieder reiten. Selbstverständlich auf ihrem eigenem Pferd. Bedauerlicherweise fiel ihr das während eines einwöchigen Aufenthaltes auf Neuseeland ein. Wir hatten aber Glück im Unglück, da sie sich bereits am zweiten Tag meldete.

Hinsichtlich dem eigenen Fleisch und Blut, Ehefrauen sind selbstverständlich ausgeschlossen, gilt seine Majestät König Autistiko II. als führsorglich, nicht jedoch großzügig. Mehr als ein abgewrackter Kleinwagen ist für die lieben Kinderchen nicht drin. In so fern verwundert es dann schon, dass seine Majestät König Autistiko II. prompt nach dem Anruf von Tochter No. 2 die Priorität in der Company fix neu sortiert und gleich ein halbes Dutzend Mitarbeiter damit beauftragt, den scheiß Gaul binnen 24 Stunden nach Auckland auszufliegen.

Der Vergleich verschiedener Angebote, was sonst immer mehrere Wochen in Anspruch nimmt, wird von seiner Majestät König Autistiko II. ersatzlos gestrichen und der Pförtner wird zwangsweise mit einer Generalvollmacht ausgestattet. Der geneigte Leser kann sich vorstellen, was für eine Irritation das ausgelöst hat. Einige Kollegen waren schon drauf und dran seine Majestät König Autistiko II. zwangsweise zu einem Alkoholtest und Drogenscreening vorzuführen ;-)

Anyway ... zum Schluß wurde der klapprige Gaul dann per Expresskurier nach Frankfurt/Main gekarrt und für 8.000 EUR - selbstverständlich pro Strecke - nach Neuseeland ausgeflogen. Tochter No. 2 hat, so berichtet der zum Tierpfleger degradierte Kollege, der den Klepper während der Reise begleitet hat, dann aber doch keine Lust mehr auf Reiten gehabt.

Na ja, kann ja mal passieren ;-)

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5 Kommentare:

Am/um Samstag, November 04, 2006 6:23:00 nachm. , Anonymous Wolfgang meinte...

Vom schnellen Gesinnungswechsel mal ganz abgesehen, wie um alles in der Welt ist es denn überhaupt möglich, solche Extravaganzen der "hohen Tiere" aus der Firmenkasse zu zahlen? Vom Demotivierungseffekt den Mitarbeitern gegenüber ganz zu schweigen dachte ich, dass so etwas in der Buchhaltung auch irgendwie nicht möglich sei?

 
Am/um Sonntag, November 05, 2006 6:14:00 nachm. , Blogger The Renitenz meinte...

Keine Ahnung, wobei ich das dann auch nicht näher hinterfragt habe. Gehen wir einfach mal davon aus, dass das selbstverständlich als Betriebsausgabe durchgegangen ist.

Im Zweifelsfall wird die Privatausgabe dann mit einer fix eingeführten Gesellschafterauslage oder sonstigen Beratungshonoraren verrechnet. An Kreativität mangelt es uns nicht ;-)

 
Am/um Dienstag, November 07, 2006 11:42:00 nachm. , Blogger CC-Agent meinte...

Das kann doch alles nicht wahr sein... :\

 
Am/um Freitag, November 24, 2006 11:26:00 vorm. , Anonymous Anonym meinte...

wie kann eure firma eigentlich überleben?
Habt ihr ein Monopol das ihr melken könnt? Sonst kann ich mir nicht vorstellen das die ganzen Manegmentfehler etc. überhaupt finanzierbar sind. Euren Kunden müsste doch der Stil eurer Firma auffallen, und die kaufen noch immer???
Das kann wohl nur an extrem guten Mitarbeitern liegen ;-)

 
Am/um Montag, November 27, 2006 10:27:00 nachm. , Blogger The Renitenz meinte...

Die Vermutung mit dem Monopol ist nicht ganz abwegig: Ein Monopol zwar nicht, aber ein Oligopol.

 

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