Samstag, 23. September 2006

Frustration im Job

Neulich habe ich bei Spiegel.de mal wieder einen netten Artikel rund um das Thema Berufsalltag gelesen. Ich kann zwar nicht alle im Artikel angesprochenen Aspekte beurteilen oder gar bestätigen, aber die Kernaussage ist zweifelsohne richtig: Durch demotivierte Mitarbeiter entsteht dem Unternehmen ein nicht zu unterschätzender Schaden.

Insbesondere dem Frustfaktor Vorgesetzter kommt in unserer Company eine zentrale Bedeutung zu. Seine Majestät König Autistiko II. ist Meister der systematischen Sabotage eines kollegialen Miteinanders. Erschwerend kommt hinzu, dass seine Majestät König Autistiko II. grundsätzlich nur Führungskräfte einstellt, die andere Unternehmen (aus der gleichen Branche) abgelegt haben und über ein gewisses Grundmaß an charakterlicher Labilität, gepaart mit hoffnungslos veralteten Fach- und Führungskenntnissen verfügen. Prinzipiell macht das aber durchaus Sinn: Seine Majestät König Autistiko II. stellt somit sicher, dass der seit Jahrzehnten praktizierte Schlingerkurs in jedem Fall beibehalten wird und keine Zeit für, subjektiv empfunden, Querulanten verschwendet werden muss.

Die merkbefreite Zone seine Majestät König Autistiko II. stört sich daher nicht im Mindesten daran, dass sich die Fluktuationsrate allein in diesem Jahr gegenüber dem Vorjahr verdoppelt hat. Sicher, Reisende soll und kann man nicht aufhalten - das ist in vielen anderen mittelständischen Unternehmen nicht anders. Aber spätestens dann, wenn im Laufe einer relativ kurzen Zeitspanne ganz erhebliche Teile des fachlichen Know-hows das Unternehmen verlassen, fragt sich der normal denkende Mensch irgendwann schon einmal, an was es wohl liegen könnte. Seine Majestät König Autistiko II., selig im Tal der Ahnungslosen lebend, stört das jedoch nicht. Da werden im Zweifelsfall einfach die Anforderungen an die verbliebene Rumpfmannschaft einfach erhöht und schon ist das Problem erledigt.

Jedes Mal, wenn ich einen potentiellen Kandidaten für eine neu zu besetzende Position treffe, möchte ich am liebsten anstatt einer Überprüfung der fachlichen Eignung lieber die Dickfelligkeit und Stressresistenz abchecken. Genau diese beiden Attribute repräsentieren das, was notwendig ist, um im Dunstkreis seiner Majestät König Autistiko II. halbwegs überlebensfähig zu sein.

In diesem Sinne verabschiede ich mich für heute mit einem Zitat aus dem 3. Buch Domi: "Dummheiten können charmant sein, Dummheit nicht" :-)

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3 Kommentare:

Am/um Sonntag, September 24, 2006 1:20:00 vorm. , Anonymous Anonym meinte...

Dickfelligkeit kommt von Fell

 
Am/um Sonntag, September 24, 2006 10:30:00 vorm. , Blogger The Renitenz meinte...

Stimmt - danke :-)

 
Am/um Sonntag, September 24, 2006 4:02:00 nachm. , Anonymous Der Zeitungsleser meinte...

Dazu fällt mir ein alter Artikel ein, den ich gelesen habe. Dort hatte ein Mitarbeiter einer Firma Bewerbern nach/vor dem Vorstellungsgespräch davon abgeraten, sich in der Firma anstellen zu lassen.

Ah, hier. Habe ihn gefunden.

 

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