Dienstag, 11. April 2006

Die Häppchenjäger

Seine Majestät König Autistiko II. bestellt gelegentlich für Besucher, die etwas länger im Haus sind, ein paar Häppchen. Das finde ich nett, weil diese Form der väterlichen Fürsorge der Belegschaft strikt verweigert wird.

Meistens bleibt eine größere Anzahl Häppchen übrig. Entweder haben sie nicht geschmeckt oder es wurden schlicht zu viel bestellt.

Unter den Kollegen gibt es eine kleine Gruppe die sich darauf spezialisiert hat, die übrig gebliebenen Häppchen zeitnah abzufassen 1). Das läuft dann in etwa so: Der Luftzug der sich hinter dem Besuch schließenden Tür weht noch durch den Raum und prompt haben sich die üblichen Verdächtigen in Form einer Traube um die restlichen Häppchen gescharrt. Dabei steigt die Geschwindigkeit des Griffs nach den Häppchen potentiell zur Anzahl gegebenenfalls neu hinzugekommenen Kollegen. Ich glaube man nennt das auch Futterneid.

Wenige Minuten später erscheinen die Kollegen dann mit dem Gesichtsausdruck "War was?" kommentarlos wieder am Arbeitsplatz.

Keine Sorge liebe Kollegen – ich gönne euch die Häppchen ;-)


1) Der Begriff "Abfassen" erinnert mich immer an meinen Freund Michael und damit auch an Silvester 1990: Ich glaube nach wie vor wir haben definitiv 2 Flaschen Weinbrand zu viel getrunken ;-)

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1 Kommentare:

Am/um Donnerstag, April 13, 2006 9:41:00 vorm. , Blogger littleandy meinte...

Bei uns gibt's dann immer belegte Brötchen :-) und wenn was übrig bleibt, geht der Kampf los.

 

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